Zenjob Büro und Team
Fallstudie

Wie Zenjob Legal von 10 auf 300 Mitarbeiter skalierte

Client Success Team Client Success Team | 3. Januar 2026

Als Zenjob startete, hatten sie 10 Mitarbeiter und eine Vision, wie Unternehmen flexible Arbeitskräfte finden. Heute sind sie Deutschlands führende digitale Personalplattform mit über 300 Mitarbeitern. Wir waren ihr Rechtspartner durch jede Phase dieser Reise.

Die Herausforderung: Skalieren ohne zu scheitern

Von 10 auf 300 Mitarbeiter in Deutschland zu wachsen bedeutet nicht nur Einstellungen. Es bedeutet, ein Labyrinth arbeitsrechtlicher Schwellenwerte zu navigieren, die bei jeder Stufe neue Pflichten, neue Risiken und neue Compliance-Anforderungen auslösen.

Bei 10 Mitarbeitern sind Sie von den meisten Vorschriften befreit. Bei 20 greift das Kündigungsschutzgesetz. Bei 50 brauchen Sie einen Betriebsrat, wenn Mitarbeiter ihn fordern. Bei 200 gelten neue Mitbestimmungsregeln. Jede Schwelle bringt rechtliche Komplexität, die ein schnell wachsendes Unternehmen bremsen kann—oder Haftung schafft, die Jahre später auftaucht.

Zenjob brauchte einen Rechtspartner, der diese Schwellenwerte genau kannte und sie auf jeden Übergang Monate im Voraus vorbereiten konnte, nicht danach.

Unser Ansatz: Proaktiv, nicht reaktiv

Wir warteten nicht darauf, dass Zenjob eine Schwelle erreichte und uns in Panik anrief. Wir erstellten eine rechtliche Roadmap, die jeden Meilenstein Monate im Voraus antizipierte.

Arbeitsrechtliche Infrastruktur: Bevor sie die 20-Mitarbeiter-Marke überschritten, strukturierten wir ihre Arbeitsverträge und Kündigungsverfahren um. Als sie schließlich jemanden entlassen mussten, war die Dokumentation bereits vorhanden.

Betriebsrats-Bereitschaft: Als sie sich 50 Mitarbeitern näherten, bereiteten wir Betriebsratswahlverfahren vor und schulten ihr HR-Team in Mitbestimmungsrechten. Als Mitarbeiter schließlich einen Betriebsrat forderten, war Zenjob bereit.

Managerhaftung: Mit dem Wachstum kam Management-Komplexität. Wir implementierten D&O-Strukturen und Geschäftsführerverträge, die die Gründer schützten, während das Unternehmen professioneller wurde.

Zenjob schloss während unserer Partnerschaft mehrere Finanzierungsrunden ab. Jede Runde bedeutete Investoren-Due-Diligence, und jede Due-Diligence bedeutete Prüfung ihrer rechtlichen Infrastruktur.

Weil wir diese Infrastruktur proaktiv aufgebaut hatten, waren Zenjobs Datenräume sauber. Cap Tables waren organisiert. Arbeitsverträge waren standardisiert. IP-Übertragungen waren dokumentiert. Investorenanwälte fanden, was sie erwarteten, und Deals wurden planmäßig abgeschlossen.

“Andere Startups beeilen sich, ihr rechtliches Haus vor einer Finanzierungsrunde aufzuräumen. Zenjobs Haus war bereits sauber, weil Aurenius es die ganze Zeit gepflegt hatte.”

Die Plattform-Herausforderung: Marktplatz-Compliance

Zenjob betreibt einen Personal-Marktplatz, was einzigartige rechtliche Herausforderungen schafft. Sie sind nicht nur Arbeitgeber—sie sind eine Plattform, die Arbeitnehmer mit Unternehmen verbindet.

Wir halfen ihnen bei:

  • Arbeitnehmerklassifizierung: Sicherstellung, dass ihre flexiblen Arbeitskräfte nach deutschem Recht korrekt eingestuft wurden
  • Plattformhaftung: Strukturierung von AGB, die Risiken angemessen zwischen Zenjob, Arbeitnehmern und Kundenunternehmen verteilten
  • Datenschutz: Aufbau DSGVO-konformer Systeme für die skalierte Verarbeitung von Arbeitnehmer- und Kundendaten

Ergebnisse

Nach Jahren der Partnerschaft hat Zenjob:

  • Von 10 auf über 300 Mitarbeiter skaliert ohne einen einzigen arbeitsrechtlichen Streit
  • Mehrere Finanzierungsrunden mit sauberer Due Diligence abgeschlossen
  • Einen konformen Marktplatz in ganz Deutschland aufgebaut
  • Eine Arbeitsrechts-Infrastruktur etabliert, die ihre nächste Wachstumsphase unterstützt

Warum es funktionierte

Zenjobs Erfolg liegt nicht nur an guten Anwälten. Es liegt an Anwälten, die verstehen, wie Startups wachsen und welche rechtliche Infrastruktur sie in jeder Phase brauchen.

Traditionelle Kanzleien rechnen für Probleme ab. Wir bauen Systeme, die sie verhindern. Das ist der Unterschied zwischen Legal als Kostenstelle und Legal als Wettbewerbsvorteil.

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